Monatsarchive: November 2009

Tipp: Gartenteich winterfest machen

Zum Reinigen ist des Gartenteichs ist jetzt die optimale Zeit – nicht im Frühjahr, denn herabfallendes Laub und Pflanzenreste zersetzen sich und reichern das Wasser in nicht gewünschtem Maße mit Nährstoffen an. Pflanzenreste von Wasserpflanzen und Stauden am Teichrand werden entfernt. Gräser bleiben wegen des Ziereffektes bei Schnee und Reif noch stehen.

Gegen allzuviel Laub hilft das Überspannen mit einem Gitternetz. Nicht nur wegen der Fische muss auch im Winter ein Gasaustausch stattfinden, damit Sauerstoff für die vielen Lebewesen hinein und Faulgase herausgelangen. Wer im Uferbereich Gräser oderLaubnetz Gartenteich Schilf gepflanzt hat, sollte die Halme stehen lassen, denn über die zerfrorenen Zellen findet ein Gasaustausch statt. Ansonsten haben sich Eisfreihalter sehr bewährt. Durch eine sinnreiche Konstruktion halten sie ohne Energie oder mit ganz schwacher Niedervoltheizung selbst bei stärkstem Frost ein Loch offen, durch das die schädlichen Faulgase entweichen können. Allerdings muss man die nützlichen Geräte vor dem Frost einsetzen.

Pflegeleichte Pflanzen für Zimmer und Wintergarten

Jetzt kommt sie wieder, die kalte und dunkle Jahreszeit. Das Gartenjahr geht damit zu Ende und das Leben konzentriert sich auf den warmen Innen-Wohnraum. Doch auf üppiges Grün muss man auch hier nicht verzichten. Mit attraktiven Zimmerpflanzen können Sie sich in der Wohnung  und im Wintergarten eine dekorative grüne Oase schaffen. Achten Sie dabei auf den richtigen Standort und pflegeleichte Arten.

Für kühle Räume

Für Veranden, Treppenaufgänge, Kaltwintergärten und Zimmer mit kühler Nachtabsenkung gibt es eine Vielzahl von Topfpflanzen, die Alpenveilchenschon unsere Grossmütter in ihr Herz geschlossen hatten: Alpenveilchen, Azaleen, Zierspargel, Blutblume, Clivie, Fliederprimeln, Becherprimeln, Cinerarien und Pantoffelblumen, Schusterpalmen, Palmen, Aukuben, Lorbeer, Cissus, Grünlilien und Myrten. Dazu die herrlichen Blattkakteen (Epiphyllum) mit ihren riesigen Blüten, Fleißige Lieschen, Englische Geranien und die königlichen Kamelien. Sie dürfen aber keinen dunklen Platz direkt neben der Heizung bekommen.

Gleichbleibend warme Zimmer

Wohlige Wärme gefällt den Pflanzen aus den trockenen tropischen und subtropischen Gebieten, vor allem den Pflanzen aus Madagaskar, Südafrika und Mexiko: Madagaskarpalme (Pachypodium), Elefantenfuß (Beaucarnea), Bitterschopf (Aloe), Rosetten-Dickblatt (Aeonium), Kranzschlinge (Stephanotis),Flammendes Käthchen (Kalanchoe), Madagaskarglöckchen (Kalanchoe manginii), Flaschenpflanze (Jatropha), Christusdorn (Euphorbia milii), Echeverien, Feuerrote Rochee (Crassula coccinea), Wüstenrose (Adenium), Palmlilie (Yucca) und Drachenlilie (Dracaena).

Bromelien BBH

Foto - BBH Bromelien sind eine attraktive Tischdekoration.

Für erfahrenere Pflanzenfreunde eignen sich Strauchbegonien (Begonia corallina u.a.), Blattbegonien (Begonia ‘Rex’, Begonia masoniana), Flamingoblumen (Anthurium), Einblatt (Spathiphyllum), die Vielzahl der Ananasgewächse (Bromelien) und einige Orchideen wie z. B. Frauenschuh (Paphiopedilum), Cattleya, Epidendrum und die Schmetterlingsorchidee (Phalaenopsis). Für die Tropenpflanzen kann man leicht höhere Luftfeuchte schaffen, indem man die Pflanzen in breite Schalen auf einen Gittereinsatz stellt. Darunter kann eingefülltes Wasser verdampfen. Sie können auch grössere Gefässe oder Glasvitrinen verwenden und die Pflanzen in Gruppen arrangieren. Füllen Sie die Zwischenräume mit Blähtonkügelchen oder Tongranulat (z.B. Seramis) aus. Für diesen Zweck ungeeignet sind dagegen normale Erde oder Torf, denn hier würden sich bald Trauermücken, Asseln und Schnecken ansiedeln.

Tapetenwechsel auf dem Herbstbalkon

Noch lange nicht Schluss ist es mit der Blütenpracht auf Balkonen und Terrassen. Nach den ersten Nachtfrösten müssen die Sommerblumen jetzt zwar raus, aber mit winterharten Herbstblühern oder Ziergehölzen können Sie eine dauerhaft dekorative Winterbepflanzung schaffen.

Benary Stiefmütterchen

Foto - Benary Stiefmütterchen mit ausdrucksvollen Farben eignen sich für die Winterbepflanzung.

Die herbstliche Blumenpracht ist jetzt erstaunlich günstig zu haben – dicke Kugelchrysanthemen mit hunderten von leuchtenden Blüten, weißer oder purpurrosa Zierkohl (er verträgt Fröste bis minus 8 Grad), blaue Säckelblumen (Caryopteris) und nektarreiche Kissenastern in satten Farben. Stiefmütterchen und Tausendschön (Bellis) zeigen bereits die ersten Blüten. Wer jetzt pflanzt, erfreut sich viele Monate lang, im Herbst, Winter und erst recht im Frühling an der bunten Pracht.

Gute Partner zu den durchweg winterharten Stauden sind dekorative Würz-und Zierkräuter wie Mooskrause Petersilie, Goldsalbei (Salvia officinalis ‘Icterina’), Zitronenthymian (Thymus citriodorus), Purpursalbei (Salvia officinalis ‘Purpurea’) oder weiß-grüne Ananasminze (Mentha suaveolens).

Unsere Gartencenter bieten jetzt nicht nur Zierkohl in  exotischen Farben oder Silberblatt (Senecio bicolor) sondern auch eine reiche Auswahl an ungewöhnlichen frostbeständigen Spätblühern, Bodendeckern und Ziergräsern. Fantasievolle Herbstschalen, Kästen und Gefäße sowie haltbare Winterdekorationen für die zweite Balkonsaison lassen sich daraus mit wenig Aufwand gestalten.

Kleine Gehölze

Überzuckert mit Raureif oder Schnee sehen Gräser, Heide, Kleingehölze oder Kräuter besonders ansprechend aus. Halbsträucher wie die blaue Perovskia, Skimmien oder großfrüchtige Cranberries mit leuchtendroten Beeren können den Grundstock legen für eine pflegeleichte Dauerbepflanzung auf Balkon und Terrasse oder später im Frühling in den Garten ausgepflanzt werden.

Winterdeko

Foto - Stein Balkonbepflanzungen lassen sich mit winterlicher Deko gut aufpeppen.

Leerstehende Balkonkästen sind in den Wintermonaten keine Zierde. Vieles, was den Garten schmückte oder was es jetzt noch an frostbeständigen Pflanzen zu kaufen gibt (Zwergkoniferen, dunkellaubigen Günsel, Trockenblumen, Kiefern- und Tannenzapfen) können Sie wieder neu kombinieren. Auch Gehölze wie Preiselbeeren mit leuchtendroten Früchten, Mispeln (Cotoneaster) und Gräser vertragen Frost. Kurz vor stärkeren Frösten wird die Erde noch einmal gelockert und durchdringend gegossen. In die entstandenen Pflanzlücken gesteckte Kiefern- oder Beerenzweige, Moos oder Wurzeln geben eine aparte Winterbegrünung ab. Wer will, kann dazu Tannenbaumkugeln oder Weihnachtsschmuck kombinieren, auch Kerzen, die in Glasgefäßen vor Wind geschützt festliche Stimmung verbreiten.